In einem Washingtoner Museum dankte heute Nachmittag die „Große Dame“ der US-amerikanischen Vorwahlen offiziell ab. Hillary Clinton stellt sich ab sofort hinter ihren demokratischen Dauerkonkurrenten Barack Obama und wird ihn fort an im Hauptwahlkampf (general election) unterstützen. Sicherlich nicht ohne Hintergedanken. Clinton möchte nicht leer ausgehen. Ihr einst hochgesetztes und ehrgeiziges Ziel, die erste amerikanische Präsidentin zu werden, musste sie in den letzten Wochen begraben. Nun tritt sie zurück, zugunsten des jüngeren, offener wirkenden und charmanten Barack Obama.
Allerdings steht eine Frage im Raum, die die Gemüter öffentlich erhitzt: Wird Hillary Clinton die offizielle Nominierung für die Vizepräsidentschaft? Noch halten sich alle Beteiligten bedeckt, auch wenn es vor zwei Tagen das erste konspirative Treffen zwischen den beiden Demokraten gab. Ergebnisse wurden bis dato nicht ausgeplaudert. Wir dürfen also gespannt sein!
Ob Clinton allerdings die richtige Besetzung auf dem Vizeposten wäre, wird von vielen zwiespältig gesehen.
Sie bringt alles das mit, was Obama nicht hat – aber sie ist auch ein Garant für das „alte Establishment“, das die Amerikaner so fürchten.
Allerdings können wir davon ausgehen, dass die Wahl im November auch mit dem Vizepräsidenten entschieden wird. Hoffen wir nur, dass McCain und Obama eine glücklichere Hand beweisen bei der Auswahl ihres Vizes als es George W. Bush Jr. in 2004 getan hat.
In diesem Sinne: Goodbye Grande Dame – the show must go on!
JS
Schlagworte: Amerikaner, Cliton, Grande Dame, McCain, Obama, Wahl
Juni 12, 2008 um 9:48 |
Hallo Wahlanalyse aka Julia (?),
dein Schreibstil gefällt mir. Liest sich alles recht gut und du scheinst echt Ahnung von der Materie zu haben. Ich freue mich schon auf weitere Kommentare von dir.
LG aus Bonn,
Karina